Risikolebensversicherung - die kleine Variante der Lebensversicherungen

Über den Tod nachzudenken, ist für viele Menschen nicht allzu angenehm; über den eigenen Tod nachzudenken, ist für viele sogar noch unangenehmer. Es muss ja auch nicht sein, jedenfalls nicht oft. Ab und an jedoch sollte man sich der eigenen Sterblichkeit bewusst werden und sich fragen: Was geschieht, wenn ich tot bin: Sind mir wichtige Hinterbliebene versorgt? Wenn Sie das bejahen können, vergessen Sie den Tod für eine Weile, widmen Sie sich dem Leben. Falls Sie die Frage nicht oder nur zögerlich bejahen, dann wäre die Frage, ob Sie eventuelle Mehreinnahmen, die Sie bekommen, nicht für eine Risikolebensversicherung einsetzen.

Die Risikolebensversicherung ist die einfachste Variante der Lebensversicherung auf dem Markt, weil sie auch den geringsten Leistungsumfang bietet. Sie unterscheidet sich von den Varianten der Kapitallebensversicherung in Deutschland in einem ganz wesentlichen Punkt. Die Kapitallebensversicherung kennt den Erlebensfall und den Todesfall, während die reine Risikolebensversicherung allein den Todesfall des Versicherungsnehmers absichert. Das bedeutet: Die Kapitallebensversicherung taugt beispielsweise auch für die Altersvorsorge. Sie schließen solch eine Lebensversicherung ab, die anschließend über einen Zeitraum von X Jahren läuft und bekommen am Ende der Laufzeit Ihrer Lebensversicherung den eingezahlten Betrag samt Zinsen ausbezahlt: Das dürfte dann eine stattliche Summe sein. Sollten Sie - was niemand Ihnen wünscht - vor Ablauf der Versicherung sterben, so zahlt die Kapitallebensversicherung Ihnen eine Todesfallsumme aus. Kapitalleben - so die Abkürzung für Kapitallebensversicherung - ist also etwas, was auch Ihnen selbst zur finanziellen Absicherung dient. Risikoleben - das wiederum ist die Abkürzung für Risikolebensversicherung - hat für Ihre eigene Absicherung keinerlei Wert. Aber vielleicht benötigen Sie die Lebensversicherung ja gar nicht für eigene Kapitalbildung, weil Sie beispielsweise andere Wege dafür in Anspruch nehmen, etwa Sparpläne. Sie möchten jedoch, dass auch Ihre Familie für den Fall abgesichert ist, dass Sie unerwartet früh sterben. Hierfür wäre eine Risikolebensversicherung die richtige Alternative. Sie greift genau in diesem Fall und unterstützt Ihre Angehörigen finanziell, wenn Sie es nicht mehr können. Risikolebensversicherungen sind - wie gesagt - meist preiswerter als die Kapital bildenden Varianten der Lebensversicherung, weil der Leistungsumfang bei Ihnen deutlich geringer ist. Wer genau die Leistungen sucht, die eine Risiko Lebensversicherung bietet und keine andere, ist gut mit ihr beraten.

Unterscheiden lassen sich Risikolebensversicherungen im Risikolebensversicherungsvergleich beispielsweise bei der Art der Versicherungssumme; auf dem Markt existieren sowohl Risikolebensversicherungen mit gleich bleibender als auch Risikolebensversicherungen mit im Lauf der Zeit fallender Versicherungssumme. Die letztere Variante der Risikolebensversicherung dient bisweilen als eine Restschuldversicherung bei Darlehen. Sie nehmen ein Darlehen auf und durch die Risikolebensversicherung wird gewährleistet, dass - falls Sie vor Rückzahlung des Darlehens samt der Zinsen sterben - das gesamte Darlehen zurückgezahlt wird. Die Risiko Lebensversicherung schützt damit den Kreditgeber, aber auch Ihre Angehörigen, die nicht durch weitere Rückzahlungen belastet werden. Vor dem Risikolebensversicherungsvergleich sollten Sie sich insbesondere Gedanken über die Höhe der Versicherungssumme machen; eine Formel für die Berechnung der geeigneten Summe lautet: Nehmen Sie Ihr Jahresbruttogehalt mal ZWEI, fügen Sie für jedes Kind in Ihrer Familie ein weiteres Jahresbruttogehalt hinzu und erhöhen Sie die Versicherungssumme bei Ihrer Risikolebensversicherung auch bei Verbindlichkeiten wie etwa bei einem Baukredit. Dann können sie das gute Gefühl bekommen, dass die Risikolebensversicherung Ihrer Wahl tatsächlich Absicherung für Ihre Familie bedeutet.

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